
Rückkehr nach Berlin
Zurück in Berlin
1918 - 1933
Schaffung: Mai 2019
Co-Produktion: LBE-Unternehmen
Gestaltung und Interpretation: Eric Cenat und Laurent Claret
Klangerzeugung: Olivier Renouf
Bilder / Videos: Marc Toulin
Dauer: 1h10

„Alles, ich muss alles sehen. All die Niederungen des Lebens, die muss ich selbst erleben.
Deshalb bin ich in den Krieg gezogen. Ich musste auch mit ansehen, wie ein Typ neben mir plötzlich nach hinten fiel und frontal erschossen wurde.
Ich musste alles genau so sehen, wie es ist.
Ich wollte es, also bin ich kein Pazifist … Sich selbst sehen, selbst erleben, gekreuzigt sein, das ist es, was zählt. Also Erfahrung! Gelebte Realität! Du musst alles sein, du selbst! Selber alles! Sonst bist du nur ein Theoretiker. »
Otto Dix
Ausgangspunkt von "Return to Berlin" ist die schwierige Rückkehr in das Land derdemobilisierte deutsche Soldaten.
Letzterer erlitt eine „dreifache Bestrafung“: zuerst verkrüppelt, zerschmettert, verstümmelt oder „Kiefer gebrochen“; dann besiegt; schließlich gedemütigt durch die Gleichgültigkeit, Verachtung und Ablehnung der Zivilgesellschaft. All dies trug zur Vorstellung einer eher politischen als militärischen Niederlage bei und nährte die NS-Propaganda durch „den Dolchstoß in den Rücken“, der die junge Weimarer Republik schwächte.
Unser Projekt soll sich auf bestimmte Werke von konzentrierenExpressionistische Meisterder Zeit (Dix, Grosz, Beckmann…), den Intuitionen, den Gefühlen, den Blitzen dieser in ihrem Fleisch gezeichneten Maler zu folgen
Der Erste Weltkrieg und seine Gräueltaten, um diesen politischen, sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Wirbelsturm der 1920er Jahre und das unheilbare Abgleiten des Landes in das nationalsozialistische Chaos besser zu verstehen.
